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Kölns EHL-Aus ist mehr als ein individuelles Schicksal

13.10.2026 

Das kann man nicht anders als einen Rückschlag fürs deutsche Vereinshockey nennen. Die Herren von Rot-Weiss Köln scheiterten am Wochenende beim Qualifikationsturnier der Euro Hockey League. Auch ohne eines der beiden Spiele des „Round1“-Events in Eindhoven verloren zu haben, stand der deutsche Vertreter am Ende als prominenter Verlierer da. Ausgestattet mit sieben aktuellen Weltmeistern (der achte WM-Sieger, Tom Grmbusch, musste erst gesperrt und dann verletzt passen) kam Köln gegen den belgischen EHL-Debütanten Royal Orée HC nicht über ein Unentschieden hinaus. Und das war für Rot-Weiss dann in der Gesamtabrechnung zu wenig, weil die Belgier ihr anderes Spiel gegen Prag deutlich höher gewinnen konnten, als das bei Köln der Fall war.

„Die Enttäuschung ist jetzt groß“, gestand RW-Trainer Pasha Gademan gegenüber der DHZ ein. Statt wie geplant in das Finalturnier einzuziehen, stellt sich jetzt für Gademan und seine Truppe die Realität „klar und hart“ wie folgt dar: „Wir sind an Osten frei und haben nur noch eine Chance auf eine erfolgreiche Saison. Das ist die Bundesliga.“ Mehr im EHL-Bericht der Deutschen Hockey Zeitung (Ausgabe 34).

 

Das hatten sich Michel Struthoff (rechts; im "Endspiel" gegen Royal Oree) und seine Kollegen von Rot-Weiss Köln bestimmt anders vorgestellt. Beim Qualifikationsturnier der Euro Hockey League verpasste das deutsche Topteam den anvisierten Sprung in das Finalturnier. Ein Rückschlag nicht nur für den Verein selbst, sondern insgesamt für das deutsche Hockey. Foto: Worldsportpics

 

Man kann das natürlich als individuelles Schicksal eines erfolgsverwöhnten Clubs abtun, aber letztlich repräsentiert Rot-Weiss in solch einem internationalen Wettbewerb auch das deutsche Hockey insgesamt. Und die Chancen für Deutschland, in der Nationenwertung der Herren wieder in die Top 3 vorzudringen (und dadurch mehr deutsche Startplätze zu garantieren), sind durch das Kölner Ausscheiden natürlich gesunken. Der für das Final12 gesetzte deutsche Meister Hamburger Polo Club kann durch ein starkes Abschneiden natürlich für einen gewissen Ausgleich für den Kölner Schmerz sorgen, aber zwei Teams beim Finalturnier wären halt einfach besser gewesen.

Keine zwei Wochen mehr sind es bis zu den „Hockey Youth Finals“ 2026. Die Deutschen Feldmeisterschaften der Jugend sind heuer durch die kompakte Ausrichtung im deutschen Hockey-„Wohnzimmer“, dem Hockeypark in Mönchengladbach (Altersklassen U18 und U16), und beim Crefelder HTC (U14) noch eine Spur interessanter als sonst. Immerhin 40 verschiedene Vereine können sich nach den Landes- und Regionalentscheidungen noch Hoffnungen machen, an diesem großen Event (mit erstmaliger TV-Liveausstrahlung der DM-Endspiele aus dem Hockeypark sowie großem Rahmenprogramm) teilzuhaben. Am kommenden Wochenende finden die Zwischenrunden statt. Bei diesen 24 Turnieren werden die 24 Endrundenteilnehmer ermittelt. Allen viel Erfolg!

 

Mehr Analysen und Geschichten in der neuen Ausgabe der Hockey-Zeitung. Zum Download der aktuellen Ausgabe geht es hier

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