17.12.2024
Es hat sich durchaus gelohnt, ein paar späte Abendstunden zu investieren und die Spiele der deutschen Damen in Santiago del Estero über die MagentaSport-Plattform als Livestream anzuschauen. Was die interessierte Hockeygemeinschaft in der Heimat sehen konnte, war ein Neuanfang der Danas, der praktisch alles mit sich brachte, was man angesichts der Konstellation halbwegs erwarten durfte.
Dass das neuformierte deutsche Team gegen die beiden wohl schwersten Gegner, die die Hockeywelt derzeit zu bieten hat, keine Hurra-Ergebnisse einfahren würde, das konnte man sich denken. In der aktuellen Situation sind die beiden Unentschieden gegen Gastgeber Argentinien (das ebenso wie die Niederlande einen deutlich sanfteren personellen Neuanfang nach Paris 2024 startete als Deutschlands Damen) als echter Erfolg für die DHB-Auswahl zu werten. Und die mit 1:6 und 1:4 bezogenen deutlichen Niederlagen gegen den Olympiasieger und Weltmeister Niederlande lesen sich auf den ersten Blick und in den nackten Zahlen schlimmer, als sie tatsächlich waren. Auch in diesen Spielen war viel Brauchbares dabei, auf das man aufbauen kann. Zurecht konnte Kapitänin Linnea Weidemann (mit 21 Jahren schon eine der Routiniers bei der Argentinien-Reise) am Turnierende die Worte in den Mund nehmen, dass sie „stolz auf die Leistung“ ihre Mannschaft sei. Und doch bekamen Trainerin Janneke Schopman und ihre Schützlinge natürlich auch klar aufgezeigt, woran es in den kommenden Monaten zu arbeiten gilt. Schon im Februar beim nächsten Spieltag in Indien will man gemeinsam auf den Erfahrungen von Argentinien aufbauen. Man kann dies mit einem gesunden Selbstvertrauen, aber doch Demut vor der Aufgabe angehen.

Linnea Weidemann (links; im Zweikampf mit der Argentinierin Agostina Alonso) war mit 21 Jahren schon eine der älteren und auf jeden Fall routinierteren deutschen Spielerinnen beim Pro-League-Spieltag in Santiago del Estero. Weidemann, die in Argentinien auch mal die Kapitänsbinde trug, sprach am Ende davon, dass die stolz auf die gezeigte Leistung der neuformnierten deutschen Damen sei. Foto: Worldsportpics
Derweil sind in der Heimat nun hochoffiziell eine ganze Reihe an verdienten Kräften in den Hockey-Ruhestand (was ihre internationale Laufbahn angeht) verabschiedet worden. DHB-Sportdirektor Martin Schultze bezeichnete die nun aus den Nationalkadern zurückgetretenen Nike Lorenz, Anne Schröder, Kira Horn, Charlotte Stapenhorst, Cécile Pieper, Niklas Wellen und Marco Miltkau als „grandiose Vorbilder, zu denen die Mädchen und Jungs auf Deutschlands Hockey-Plätzen aufblicken. Ich danke jeder und jedem Einzelnen von ihnen im Namen des DHB für ihre unbändige Leidenschaft, ihren unermüdlichen Einsatz und die gemeinsamen unvergesslichen Erfolgserlebnisse.
Das Hockeyjahr 2024 haben wir in unserem Rückblick (in der Magazinausgabe Nr. 42 der Deutschen Hockey Zeitung) noch einmal ausführlich nachgezeichnet. Und damit verabschieden wir uns ins nächste Jahr. Im Namen des DHZ-Verlages bedanke ich mich für Ihre Treue und wünsche frohe Festtage. Ab 7. Januar 2025 sind wir wieder da.
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