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Auf geht’s Deutschland!

05.08.2025

Auf geht’s, Deutschland! Mit dieser wohlmeinenden Aufforderung, quasi einem Klapps auf die Schulter, schicken wir die beiden deutschen A-Nationalmannschaften in die Europameisterschaft 2025. Die Heim-EM in Mönchengladbach ist der Saisonhöhepunkt, und das Abschneiden dort wird später den größten Anteil daran haben, wie die Jahresbilanz 2025 für die beiden Flaggschiffe des Deutschen Hockey-Bundes ausfallen wird.

Für die nach Olympia 2024 sowohl auf Spielerinnen- wie auch auf Trainer-Seite nach zahlreichen Abtritten runderneuerte Damenauswahl ist es das allererste Meisterschaftsturnier. Hier von außen einen Titelgewinn zu erwarten, wäre praktisch reines Wunschdenken. Dazu dürfte die eigene Leistungskonstanz noch nicht reichen, zumal sich mit den niederländischen Damen der Gigant schlechthin im gleichen Wettbewerb, ja sogar in der gleichen Gruppe, befindet. Im diesem Vorrundenduell können die Danas schon mal ausleuchten, wie gefährlich sie dem amtierenden Olympiasieger, Welt- und Europameister werden können. Wenn am Ende der Gladbacher EM-Tage wie 2023 eine Medaille herausspringen würde, wäre das ein Riesenerfolg. Und ein großer Fortschritt in der Entwicklung für die junge DHB-Damentruppe wäre es auch, wenn sie in den Spielen, in denen es sprichwörtlich um die Wurst geht, in den Bereich ihrer Bestleistung kommen kann – etwas, was den alten Danas oft genug misslang. Mal sehen, wie stressstabil die neue Bundestrainerin Janneke Schopman ihre Truppe bereits gemacht hat.

Für die deutsche Damen-Nationalmannschaft geht es ab Samstag mit ihrem Auftaktspiel gegen Frankreich in die Europameisterschaft 2025 in Mönchengladbach. Wenn das stark umformierte DHB-Team am Ende wie 2023 an gleicher Stätte eine Medaille gewinnen könnte, wäre das ein schöner Erfolg und würde die Entwicklung Richtung WM 2026 und Olympia 2028 sicherlich beflügeln. Foto: Kaste

Dass die deutschen Herren vor zwei Jahren als amtierender Weltmeister bei der Heim-EM 2023 als Viertplatzierter ohne Medaille blieben, war ein schmerzhafter Stachel. Der Antrieb, diesmal am Ende zumindest auf dem Podest der drei medaillendekorierten Teams zu stehen, dürfte auch angesichts dieser Vorgeschichte groß sein. Die Ausgangslage der Honamas ist in mehrfacher Hinsicht eine andere als auf weiblicher Seite. Anders als bei den bereits für die WM 2026 qualifizierten Danas geht es für die deutschen Herren bei der EM 2025 noch um eine Fahrkarte für die nächste Weltmeisterschaft. Hauptgegner in diesem Extrarennen ums WM-Ticket dürfte für das Team von Bundestrainer André Henning sehr wahrscheinlich England sein. Und dann ist da noch die allgemeine Konkurrenzsituation: Um den EM-Titel 2025 streiten die aktuell besten fünf Herren-Teams der Welt. Niederlande (1), Deutschland (2), Belgien (3), Spanien (4) und England (5) belegen die ersten fünf Plätze der FIH-Weltrangliste. So stark war Europa noch nie. Mindestens einer dieser sportlichen Großmächte wird es nicht einmal ins EM-Halbfinale schaffen. Sollte das der amtierende Olympiasieger und EM-Titelverteidiger Niederlande sein, wäre das zwar eine gehörige Überraschung, aber angesichts der Stärke der Gruppengegner Belgien und Spanien keine Sensation. 

 

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