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Tag 3: Spaniens Damen luchsen Belgien einen Punkt ab

Am dritten Turniertag überraschen Spaniens Damen den Geheimfavoriten Belgien mit einem 2:2, und die niederländischen Herren sind mit ihrem zweiten Sieg die ersten, die ihr Halbfinalticket buchen können.

 Das britische Damen-Duell zwischen England und Schottland bringt zum Sonntag-Auftakt einen 3:0-Sieg für die Engländerinnen. Fiona Crackles (12.), Lily Walker (16.) und „Urgestein“ Lily Owsley (E, 52.), die letzte Verbliebene der britischen Olympiasiegerinnen von 2016, sorgen für den Sieg über die schottischen Aufsteigerinnen.

 

Für die erste Ergebnisüberraschung dieser EM sorgt das Damenspiel zwischen Belgien und Spanien. Die mit reichlich Vorschusslorbeeren ins Turnier gegangenen Belgierinnen kommen nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Und das war sogar noch ein bisschen glücklich, als Spanien durch Patricia Alvarez (19.) und Sara Barrios (43.) zwei Mal in Führung geht. Stephanie Vanden Borre besorgt doppelt den Ausgleich, erst per Strafecke (26.) und dann per Siebenmeter (51.), den die deutsche EM-Debütantin Sophie Bockelmann zum Entsetzen der spanischen Mannschaft nach einer Abwehr von Torhüterin Perez gegen Belgiens Stürmerin Ballenghien verhängt. Spanien verdient sich insgesamt gesehen einen Punkt, zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass Belgiens Nachwuchstalent Louise Dawaert sechs Minuten vor Schluss eine quasi hundertfünfzigprozentige Chance zum 3:2 liegen lässt.

 

Spanien (Berta Agullo, links) sorgt mit seinem 2:2 gegen Belgien (vorne rechts Charlotte Englebert) am Sonntag für die erste Ergebnisüberraschung dieser EM. Foto: Worldsportpics

 

Vor voller Hütte und strahlendem Sonnenschein trennen sich die Herrenteams von Deutschland und England im Topspiel der Gruppe B 1:1-Unentschieden (siehe Extrabericht), ehe Niederlande gegen Belgien antritt. Der Herren-Titelverteidiger erreicht durch ein 4:2 als erste Mannschaft das Halbfinale. In einem temporeichen Schlagabtausch können die Belgier durch Nelson Onana (16.) und Guillaume Hellin (35.) zwar zwei Mal ausgleichen, das reicht gegen die konsequent ihre Chancen nutzenden Holländer, für die Terrance Pieters (E, 10./47.) und Jip Janssen mit zwei Siebenmetern (22./55.) doppelt treffen, aber nicht, um etwas mitzunehmen.

 

Im letzten Tagesspiel fahren Spaniens Herren den erwarteten Pflichtsieg gegen Österreich ein. Bereits nach 30 Sekunden klingelt es zum ersten Mal im Kasten von Torwart Jakob Kastner, der in der ersten Hälfte weitere zwei Mal hinter sich greifen muss. Gar sieben Treffer muss der zur zweiten Hälfte eingewechselte Laurenzo Rizzi wegstecken. Am Ende steht mit 0:10 die zweite zweistellige Niederlage für Österreich. Bruno Font (1.), Pol Cabre Verdiell (5./53.), Gerard Clapes (10./32.), José Basterra (41.), Marc Reyne (45.), Nicolas Alvarez (46./56.) und Pepe Cunhill (E, 58.) teilen sich den Torreigen der Spanier, die sich trotz des Schützenfestes ärgern. Denn letztlich fehlte ein einziges Tor, um im Fernduell mit Belgien das bessere Torverhältnis aufweisen zu können. So muss für Spanien am Dienstag ein Sieg über Belgien her, um ins Halbfinale einzuziehen.

 

Nur wenige Kilometer vom Sparkassen-Park werden auf der Anlage des Gladbacher HTC die „EuroHockey ID Championships“ am Sonntagnachmittag mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Die EM-Wettkampfspiele für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung gehen ab Montag über die Bühne, elf Nationen sind am Start, um sich für die Finalspiele am Mittwoch im großen EM-Stadion zu qualifizieren.

Belgiens Victor Wegnez (in rot) sieht sich den beiden Niederländer Thijs van Sam (hinten) und Steijn van Heijnigen (rechts) ausgesetzt. Die belgischen Herren unterliegen dem EM-Titelverteidiger 2:4. Foto: Worldsportpics