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Tag 4: Frankreichs Damen bejubeln historischen Erfolg

Am vierten Turniertag sind ausschließlich die Damen an der Reihe. Frankreich bejubelt einen historischen Sieg, und einen bestimmt nicht völlig überraschenden ersten Rückschlag müssen die Danas einstecken. 

Spaniens Damen sind weiterhin für die überraschenden Ergebnisse bei dieser EM zuständig. Nach dem 2:2 gegen die höher eingestuften Belgierinnen liegen die Ibererinnen bei ihrem zweiten Turnierauftritt diesmal eher am unteren Spektrum der Erwartung. Gegen Aufsteiger Schottland kommt Spanien trotz Überlegenheit und 12.1 Ecken nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Die Führung durch die langjährige Mannheimerin Lucia Jimenez (12.) hält lange, doch Schottlands Heather McEwen trifft mit ihrem späten Ausgleich (56.) mitten ins spanische Herz.

 

Unter Leitung des deutschen Schiedsrichter-Gespanns Sophie Bockelmann/Tim Meissner kämpfen die mit Niederlagen gestarteten Teams von Irland und Frankreich um ihren ersten Sieg. Irland hat mehrheitlich optische Vorteile und auch ein klares Plus bei den Strafecken (13:6), aber auf der Anzeigetafel sieht es anders aus. Mathilde Duffrene sorgt mit ihrem halbhohen Eckenschlenzer nach 49 Minuten für den einzigen Treffer des Spiels. Frankreich feiert am Ende ein historisches 1:0, denn im siebten EM-Duell mit Irland ist es der erste Sieg für das Tricolore-Team, das zudem nach 22 Jahren wieder einen Spielgewinn bei einer Feld-Europameisterschaft bejubeln darf.

 

Frankreichs Torhüterin Lucie Ehrmann hält im Spiel gegen Irland ihren Kasten sauber und kann am Ende einen historischen Erfolg mit ihrem Team feiern. Foto: Worldsportpics

 

Die belgischen Red Panthers sind gegen England unter Druck. Weitere Punktverluste nach dem mageren 2:2-Auftakt gegen Spanien würden den angestrebten Gruppensieg in weite Ferne abgleiten lassen. Ausgerechnet Louise Dewaet, die im ersten Spiel das mögliche Siegtor vor dem leeren Tor kläglich liegen ließ, macht es diesmal besser. Im Nachschuss pfeffert die junge belgische Angreiferin den Ball unter die Latte. Dieses frühe 1:0 (13.) ist für das Team von Rein van Eijk die Basis, um zusammen mit dem 2:0 (50.) von Lisa Moors den verdienten ersten Dreier einzufahren.

 

Montagabend, Vorrundenduell Deutschland gegen Niederlande – vor zwei Jahren lockte dieser Schlager 10.000 Besucher in den Mönchengladbacher Hockeytempel. Diesmal sind es nicht mehr die Hälfte. Zieht Männersport (2023) halt doch deutlich mehr als die weiblichen Pendants (2025)? Oder fehlt den Hockeyinteressierten der Glaube daran, dass dies bei den Damen ein Duell auf Augenhöhe wird, wie man es zwischen den Honamas und den holländischen Herren praktisch immer hat? Man weiß es nicht, wo genau die Gründe für die spürbare Diskrepanz beim Besucherinteresse liegt.

Die, die nicht da sind, haben auf alle Fälle was verpasst. Vor allem einen Blitzstart der Holländerinnen, die nach 13 Minuten 3:0 führen und Deutschland beim 5:1 in die Schranken weisen (siehe Extrabericht).

 

 

Nur gut zur Hälfte gefüllt ist die große Zuschauer-Haupttribüne, als am Montagabend die deutschen Damen gegen die Niederlande spielen. Foto: DHZ

 

Erfolgreich startet die deutsche Specialhockey-Auswahl auf der GHTC-Anlage in die EuroHockey ID Championships. Die nach den Klassifizierungsmatches in die zweite Kategorie eingeteilte deutsche Mannschaft schlägt zunächst England nach Toren von Mohamed Al Ali, Johnny Ngyuen, Dennis Wiedemann, Marcus Steffen und Kapitänin Simone Ohlig mit 5:1, anschließend gibt es ein 7:0 über Irland. Torschützen hier: Al Ali (2), Ohlig (2), Wiedemann und erstmals Mahmut Gerdan und Josefine Bäricke.