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An herausgehobener Position vor einer spannenden Aufgabe

09.09.2025

Mit einigen Monaten Verzögerung, mutmaßlich bedingt durch im Juni erfolgte Besetzung des lange vakanten Postens eines Generaldirektors, hat der Welthockeyverband FIH nun nahezu alle Fachausschüsse personell neu besetzt. Zwei wichtige Gremien werden künftig von Deutschen geleitet. Im Medical Committee kann Dr. Udo Rolle seine bisherige Arbeit rund um das physische Wohlergehen der Hockeyathleten fortsetzen (was ja dann gleichzeitig auch eine Bestätigung des bewährten und anerkannten Wirkens des gebürtigen Leipzigers ist; dem Gremium gehört auch Katrin Kauschke als Ärztin und Mitglied des FIH Executive Boards an). Hinzu kommt nun der Vorsitz im FIH Rules Committee für Dr. Christian Deckenbrock. Was sich in den letzten Wochen im Hintergrund angedeutet hatte, wurde vorige Woche nun schriftlich von FIH-Präsident Tayyab Ikram bestätigt: Der Kölner DHB-Vizepräsident wird ab sofort diesem für die Hockeyregeln zuständigen Gremium vorstehen (dem im Übrigen mit Michelle Meister eine weitere Deutsche als Mitglied angehört). Die Nachricht kam für Deckenbrock durchaus überraschend, war er doch davon ausgegangen, weiterhin als Mitglied im Komitee der Technical Officials mitzuwirken.

Nun also diese „Beförderung“ auf einen Vorsitzposten. Jurist und Ex-Schiedsrichter Deckenbrock spricht von einer „spannenden Aufgabe“, schließlich soll sein Komitee unter anderem dafür Sorge tragen, durch die Entwicklung der Hockeyregeln „das Spiel für Spieler, Offizielle, Trainer und Zuschauer, Fernsehpublikum und Fans verständlicher und unterhaltsamer zu gestalten“, wie es an einer Stelle über Ziele und Aufgaben des Komitees heißt. Übrigens war vor gut 20 Jahren mit dem früheren DHB-Präsidenten Wolfgang Rommel schon mal ein Deutscher Vorsitzender dieses FIH-Gremiums.

 


Dr. Christian Deckenbrock, DHB-Vizepräsident Recht und seit wenigen Wochen auch Mitglied im Exekutivkomitee von EuroHockey, wurde vor wenigen Tagen zum Vorsitzenden des Rules Committee des Welthockeyverbandes FIH ernannt. Der Kölner Jurist und langjährige Bundesliga-Schiedsrichter ist damit sozusagen oberster Hüter des Regelwerks - "eine spannende Aufgabe", wie er selbst sagt. Foto: DHZ   

Mit Alleingängen kann ein Ausschussvorsitzender nichts bewirken, schließlich müssen sämtliche Beschlüsse (zum Beispiel zu Regelversuchen) vor einer Umsetzung vom Exekutivkomitee abgesegnet werden, doch wer an den entsprechenden Schalthebeln sitzt, hat zumindest großen Einfluss auf entsprechende Entwicklungen. Wir sind gespannt, was in den nächsten 18 Monaten (so lange läuft die verkürzte Amtszeit der Gremien) geschieht.

Noch schnell dieses: Der Ligaverband Hockeyliga e.V. hat vorige Woche bekanntgegeben, dass das Final4 der Deutschen Hallenmeisterschaft 2025 in Frankfurt stattfinden wird (wir haben die komplette Mitteilung in der aktuellen Digitalausgabe der deutschen Hockey Zeitung veröffentlicht). Die ursprünglichen Pläne der Hockeyliga, nach drei Events in Folge in der Rhein-Main-Metropole mal einen Standortwechsel vorzunehmen, haben sich nicht realisieren lassen. Die zum Termin 7./8. Februar 2025 in Hannover zur Verfügung stehende Halle konnte die strukturellen Erfordernisse nicht bieten.

 

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