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„Wo waren die Deutschen?“

02.12.2025 

Kurz vor Redaktionsschluss dieser DHZ-Ausgabe wurde neben dem schon ein paar Tage länger vorliegenden Aufgebot der deutschen Damen für den Start in die Pro-League-Saison auch jenes Personaltableau der Herren bekannt. Wir haben beides noch in die aktuelle Digitalausgabe der Deutschen Hockey Zeitung untergebracht und können feststellen, dass da auf beiden Seiten eine interessante Mischung aus etablierten Stammkräften und frischem Blut auf dem Papier steht. Ab kommendem Dienstag können wir uns dann auf MagentaSport überzeugen oder zumindest überraschen lassen, was die neu formierten Honamas und Danas gegen extrem namhafte Konkurrenz zu bieten haben.

In die heiße Phase der Weltmeisterschaften steigen diese Woche die deutschen U21-Teams ein. Die Junioren haben in Indien als Gruppensieger bereits das Viertelfinale erreicht, die Juniorinnen stehen in Chile nach erfolgreichem Auftaktmatch nun vor dem vermutlich entscheidenden Spiel um den Gruppensieg gegen Indien. Wir drücken die Daumen.

Zwei Hockey-Persönlichkeiten sind verstorben. Die eine Weltmeisterin, der andere Olympiasieger. Aktiv und erfolgreich waren sie zu ganz verschiedenen Epochen. Die Rede ist von der deutschen Nationaltorhüterin Christel Lau und dem englischen Stürmer Imran Sherwani. Mit Eintracht Braunschweig wurde Christel Lau zwischen 1969 und 1975 sechs Mal deutsche Meisterin, der Weg ins Nationalteam war nur logische Folge. Auch wenn Lau das für die TW-Position oft undankbare Los hatte, dass sie im DHB-Trikot meist lediglich die „Nr. 2“ war und die wichtigsten Spiele von der Ersatzbank erlebte, trug Lau natürlich ihren Teil zum Gewinn der Heim-WM 1976 in Berlin bei. Eine weitere WM-Medaille (Bronze) gab es für sie 1974, dazu zwei Titel bei Hallen-Europameisterschaften. Christel Lau wurde 81 Jahre alt.

 

 

Der britische Olympisieger Imran Sherwani, der am vergangenen Wochenende im Alter von 63 Jahren an den Folgen einer Alzheimer-Erkrankung verstarb, wurde zeitlebens mit einem TV-Spruch in Verbindung gesetzt. Als Sherwani im olympischen Hockeyfinale 1988 mit zwei Toren den 3:1-Sieg Großbritanniens über Deutschland besiegelt hatte, rief ein britischer Fernsehreporter voller Vorwunderung über die fehlende bzw. aufgelöste gegnerische Verteidigung den legendären Satz ins Mikrofon: "Where were the Germans? (wo waren die Deutschen?). Foto: BBC

 

Nur 63 Jahre durfte Imran Sherwani werden. Er starb vor wenigen Tagen an den Folgen einer vor sechs Jahren auftretenden Alzheimer-Erkrankung. Der Bezug Sherwanis zum deutschen Hockey ist schnell hergestellt: Im olympischen Endspiel 1988 in Seoul avancierte der pfeilschnelle Flügelstürmer zum Schrecken der eigentlich favorisierten deutschen Herren. Als Sherwani das zweite und dritte Tor zum 3:1-Sieg Großbritanniens schoss, setzte der englische BBC-Kommentator Barry Davies angesichts mangelnder Abwehr die legendär gewordenen Worte „Wo waren die Deutschen?“ ab. Diesen Satz kennt auf der Insel jeder Hockey-Interessierte und wurde immer mit Imran Sherwani in Verbindung gebracht. Er bestritt 49 Länderspiele für England und 45 für Großbritannien.

 

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