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Einer der kuriosesten Wege zum Titelgewinn

20.01.2026 

Jeder Titelgewinn hat seine eigene Geschichte. Der Weg hin bis zum finalen Triumph ist jedes Mal ein anderer. Mal souverän von Anfang bis Ende, mal mit einem Dämpfer zwischendrin, mal glücklich. Was die deutsche Damen-Nationalmannschaft auif dieser Strecke zum 18. Titel bei einer Hallen-Europameisterschaft durchgemacht hat, dürfte als einer der kuriosesten Turnierverläufe in die Geschichte des Deutschen Hockey-Bundes eingehen.

Da drohte schon in der Vorrunde bei einem 0:3-Halbzeitrückstand im letzten Gruppenspiel gegen Belgien das vorzeitige Aus aller Titelträume. Und im Halbfinale lagen sich die Spanierinnen schon jubelnd in den Armen, ehe ein spät erkanntes Fußspiel der vermeintlichen spanischen Siegtorschützin im Shoot-out der deutschen Mannschaft noch einmal die Chance zum Comeback gab. Mehrfach also wandelte das deutsche Team in Prag gefährlich nah am Rand des sportlichen Abgrunds. Richtig souverän und eines Europameisters wirklich würdig war dann erst die Leistung im Finale gegen Gastgeber Tschechien.

Ein feines Gespür für die Situation zeigte bei der Siegerehrung Fenja Poppe. Als Mannschaftskapitänin wäre es ihr Privileg gewesen, den von EuroHockey-Präsident Marcos Hofmann überreichten Siegerpokal vor dem Publikum und vor der Mannschaft in die Höhe zu strecken. Aber Poppe, sportlich eine der stärksten im deutschen EM-Team, überließ diesen besonderen Moment ganz bewusst einer anderen. An ihrem letzten Tag als Nationaltorhüterin durfte Julia Sonntag den Pokal präsentieren. Ein glorreicher Abschluss einer mit Olympia- und WM-Teilnahmen versehenen Karriere.

Auch wenn für die deutschen Damen am Ende ein verdienter Titelgewinn bei der 23. Hallen-Europameisterschaft stand, so sah es in Prag auf dem Weg zum Triumph ein paar mal gar nicht gut für sie aus. Im  EM-Halbfinale bejubelten die Spanierinnen bereits ihren Finaleinzuig, als das zunächst gegebene spanische Siegtor im Shoot-out wegen eines spät entdeckten Regelverstoßes wieder zurückgenommen wurde und Deutschland die Chance auf ein Comeback bekam. Und im entscheideden Gruppenspiel gegen Belgien (Foto) lag die DHB-Auswahl zur Halbzeit 0:3 zurück. Auch hier wendete sich das Blatt noch zugunsten Deutschlands.  Foto: Worldsportpics

 

Auch die routinierte Keeperin blieb in Prag nicht von einem starken Auf und Ab verschont. Da waren ein paar wirklich ärgerliche Gegentreffer dabei, die kein Torhüter fangen will, und der große Rückhalt für ein im Querschnitt eher unerfahrenes deutsches Team war sie in den ersten Spielen bestimmt nicht. Die gute Finalleistung entschädigte für alles.

Wie üblich in der ersten Magazin-Ausgabe des Jahres haben wir die zurückliegende Länderspielsaison aller deutschen Nationalmannschaften statistisch unter die Lupe genommen. Wer hat am häufigsten das Nationaltrikot überstreifen dürfen, wem gelangen die meisten Tore für Deutschland? Warum Ines Wanner und Ben Hasbach in der Bilanz 2025 in doppelter Form hervorstachen, können Sie in der DHZ Nr. 3 lesen.

 

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