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Ein bisschen mehr Beinfreiheit bei der Kaderbesetzung

14.07.2026 

Damen-Bundestrainerin Janneke Schopman hat ihre Pflicht bereits erfüllt, ihr männlicher Amtskollege André Henning will den Schritt bis zum kommenden Wochenende erledigen – es geht um die Nominierung des Kaders für die Weltmeisterschaft 2026. Wie bei den vorangegangenen WM-Auflagen (bei den Damen im Spätsommer 2022, bei den Herren Anfang 2023) können die Trainer der beteiligten Mannschaften 20 Namen für ihren Turnierkader benennen. Der Unterschied besteht darin, dass damals zwei der 20 Nominierten von vornherein als offizielle Reservekandidaten gekennzeichnet werden mussten. Nur im Verletzungs- oder Krankheitsfall war ein Austausch möglich. Und wer einmal ausgetauscht war, für diejenige oder denjenigen war die WM unwiderruflich gelaufen.

Diesmal gesteht der Weltverband FIH den an der WM beteiligten Delegationen etwas mehr Beinfreiheit zu. Alle 20 Nominierten haben einen gleichberechtigten Status, und die Headcoaches können zu jeder Partie einen neu zusammengesetzten 18er-Spieltagskader bestimmen, also bestenfalls bei jedem Spiel zwei andere Leute pausieren lassen. Nach wie vor ausgeschlossen ist jedoch eine Nachnominierung, beispielsweise falls gleich mehrere Spieler während der zwei WM-Wochen ausfallen sollten. Bei der U21-Europameisterschaft, die ja Ende Juli noch vor der WM (ab 15. August) stattfindet, ist die Kadergröße weiterhin auf 18 Nominierte beschränkt. Allerdings sind es dort ja lediglich fünf EM-Spiele, während die WM sieben Partien für jede Mannschaft bereithält.

 

 

Das deutsche Damenteam nach dem letzten Saisonspiel in der Pro League am 28. Juni in Berlin. Am Tag danach erfolgte die Nominierung für die Weltmeisterschaft. Von links, hinten: Stine Kurz, Yani Zhong, Lynn Krings, Lena Micheel, Lucina von der Heyde, Emilia Landshut, Sonja Zimmermann, Sophia Schwabe, Felicia Wiedermann, Lisa Nolte, Lill Stoffelsma, Ines Wanner, Sara Strauss; vorne: Julia Hemmerle, Jule Bleuel, Nathalie Kubalski, Hanna Rohländer, Linnea Weidemann, Johanna Hachenberg, Finja Starck, Jette Fleschütz, Emma Davidsmeyer, Friederike Heusgen. Für 13 der 20 Nominierten wird es das erste WM-Turnier. Foto: Ebeling

 

Themenwechsel. Die Euro Hockey League für Europas beste Vereinsmannschaften wird (wieder einmal) reformiert. So ist beschlossen worden, das Finalturnier der Herren von zuletzt acht Mannschaften auf zwölf Teilnehmer zu erweitern. Konsequenzen hat das auch für die EHL-Qualifikation. Aus dem „KO16“-Turnier wird ab sofort die „EHL Round 1“. Statt 16 Mannschaften werden ab sofort nur noch zwölf Teams um einen von vier Qualifikationsplätzen für das Finalturnier spielen. Das erste Quali-Turnier in neuer Form wird zwischen 9. und 11. Oktober 2026 beim HC Oranje-Rood in Eindhoven stattfinden. Aus Deutschland beteiligt sind die Herren von Rot-Weiss Köln, die sich als Bundesliga-Hauptrundenzweiter für den EHL-Wettbewerb 2026/27 qualifiziert haben.

Der Deutsche Meister Hamburger Polo Club ist für das an Ostern 2027 geplante Finalturnier gesetzt. Ebenso wie die Landesmeister aus den Niederlanden, Belgien, England und Spanien. Dazu kommen die zweiten EHL-Teilnehmer der Top3-Nationen. Das sind aktuell Niederlande, Belgien und England (Deutschland fehlt aktuell nur ein halber Punkt in der Nationenwertung zu den Briten). Zu diesen acht Gesetzten kommen dann noch die vier Qualifikanten von Eindhoven.

 

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